Entlang der Glarner Hauptüberschiebung
Vom Calfeisental (Walser) via Foopass (Geologie) nach Elm
In den steilen Felswänden der Berge im Grenzgebiet der Kantone Graubünden, Glarus und St.Gallen fällt eine markante, messerscharfe Linie auf: Die Glarner Hauptüberschiebung, wohl das wichtigste Naturphänomen für das Verständnis der Geologie der Alpen. Sie wird uns während der Wanderung vom Calfeisental nach Elm begleiten. Markant werden wir diese Linie am Piz Sardona, am Ringelspitz, am Foostock und an den Tschingelhörnern erkennen. Nicht nur Geologie, auch Walsergeschichte aus dem 15. Jahrhundert und die moderne Zeit mit der Wasserkraft des Gigerwaldstausees begleiten uns. Und mit etwas Glück treffen wir auf die Steinbockkolonie am Heubützlipass.
1. Tag: Gigerwald-Stausee - St. Martin - Sardona-Hütte
Das Postauto bringt uns zur Staumauer des Gigerwaldsees im Calfeisental. Nach einer kurzen Einführung in die Geologie wandern wir entlang des 1972-1979 errichteten Stausees. Wo einst wilde und tiefe Schluchten fast unpassier-bar waren, führt heute die in den Fels gehauene Strasse zur Walsersiedlung St. Martin. Je nach Licht wirkt der kilometerlange Stausee wie ein norwegischer Fjord. Bei Kaffee und Gipfeli erfahren wir etwas über die Walser im Calfeisental. Über die Schwemmebenen der Alpen Sardona und Ebni wandern wir in 3 Stunden zur Sardona-Hütte SAC. Nach der Ankunft in der Hütte geniessen wir die Sonne auf der Terrasse. Nachtessen in der Hütte und Übernachtung im Massenlager. Reine Wanderzeit 4 Std. ↗ 800 m
2. Tag: Sardona-Hütte - Heubützlipass - Alp Foo - Foopass - Elm
Nach dem Frühstück nehmen wir den Aufstieg zum Heubützlipass in Angriff. Ein Blick zurück zum Sardonagletscher und Moränenwälle von 1850 zeigen uns, dass die Gletscher bedeutend mächtiger waren als heute. Beim Blick Richtung Ringelspitz erkennen wir die Glarner Hauptüberschiebung in der Ferne. Später, beim Überqueren des Foopasses verfolgen wir diese Linie aus der Nähe. Beim Abstieg nach Elm kann der Verlauf der Hauptüber-schiebung zwischen Piz Sardona, Piz Segnes und den Tschingelhörnern beobachtet werden. Die Wanderung via Heubützlipass-Alp Foo-Foopass nach Elm verspricht viele interessante Gesteine, eine wunderschöne Bergflora und mit etwas Glück die Steinbockkolonie beim Muetertalerfürggli. Reine Wanderzeit 6 Std. ↗ 700 m ↘ 1850 m



